Worum es in der Geschichte geht
Omar kommt in eine neue Gruppe. Zu Hause schaut er sich seinen Bildplan an; an der Tür hält er sich fest. Die Erzieherin zeigt ihm seinen eigenen Garderobenhaken, und seine Mama zeigt auf das letzte Bild seiner Karte: Abholen. Im Morgenkreis schaut Omar vom Rand aus zu. In der Bauecke nimmt er Ben einen Baustein weg, und das geht schief; also versucht er es noch einmal mit einer Karte „Zusammen spielen“, und Ben teilt die Bausteine. Nach dem Mittagessen hat er Heimweh, und die Erzieherin schaut mit ihm auf den Plan. Beim Vorlesen sitzt er schon neben Ben, und als er abgeholt wird, zeigt er stolz die Brücke, die sie gebaut haben.
Ein ganzer erster Tag, erzählt in drei kleinen Geschichten – jede mit ihrem eigenen Gefühl und ihrer eigenen Lösung.
Für wen sie gedacht ist
- Eltern, die die Eingewöhnung in Krippe oder Kita, den Schulstart oder einen Gruppenwechsel vorbereiten.
- Erzieherinnen und Erzieher, die neue Kinder begrüßen oder zum Thema Ankommen und Gefühle arbeiten.
- Logopädinnen und Logopäden, die längeres Nacherzählen, Zeitwörter und die Sprache des Abwechselns üben.
- Autistische Kinder und Kinder, die gern wissen, was als Nächstes kommt: Die Geschichte nutzt von Anfang bis Ende einen visuellen Tagesplan, wie viele echte Gruppen.
Was ihr damit übt
- Eine lange Geschichte in Teilen nacherzählen und danach den ganzen Tag.
- Zeitwörter: zuerst, nach dem Mittagessen, am Ende, Abholen.
- Einen visuellen Tagesplan nutzen: Was ist jetzt dran, und was kommt danach?
- Probleme mit anderen Kindern lösen: etwas wegnehmen oder zum Mitspielen einladen.
- Über Gefühle sprechen, die sich im Lauf des Tages verändern – ohne eine einzige richtige Antwort.
Eine 10-Minuten-Einheit
- Wähle einen Teil für heute: Abschied nehmen, Mitmachen oder bis zum Abholen.
- Schaut euch die vier Bilder an und sucht Omars Plankarte in jedem Bild.
- Legt die vier Karten in die richtige Reihenfolge und erzählt diesen Teil mit „zuerst, dann, danach, am Ende“.
- Sprecht über den Wendepunkt. Vergleicht bei „Mitmachen“ das Wegnehmen des Bausteins mit dem Zeigen der Karte „Zusammen spielen“. Was hat sich verändert?
- Überlegt gemeinsam: Wie könnte sich Omar an der Tür, am Fenster und beim Abholen fühlen? Es kann mehr als eine Antwort geben.
Leichter oder schwerer
- Leichter: Nimm die Bilder 2, 7, 8 und 12 für eine kurze Version des Tages.
- Schwerer: Erzählt alle zwölf Szenen mit der Plankarte als Leitfaden nach und vergleicht den Morgenkreis (Bild 5) mit dem Vorlesen (Bild 11).
- Weiterführen: Gestaltet einen einfachen Bildplan für den echten ersten Tag des Kindes.
Für zu Hause
Gestaltet vor dem Start gemeinsam einen Bildplan und besucht, wenn möglich, die Einrichtung vorher oder schaut euch Fotos an. Erst zuschauen, langsam dazukommen und um eine Pause bitten sind gute Arten anzufangen. Ein vertrautes Kuscheltier darf oft mit.
Passt gut zu
- Das Nachtlicht im neuen Zuhause: noch eine Geschichte mit 12 Szenen über das Ankommen an einem neuen Ort.
- Der Regen ändert den Plan: eine Geschichte mit 8 Szenen darüber, wie man sich anpasst, wenn sich Pläne ändern.
- Bildkarten zum Ordnen nutzen.