Worum es in der Geschichte geht
Nias Familie zieht um. Sie packt ihre Spielsachen in einen Karton mit einem großen gelben Stern und legt ihr Sternennachtlicht ganz zuletzt hinein. Sie winken dem Fenster und dem großen Baum am alten Haus zum Abschied, und im Auto behält Nia den Sternenkarton dicht bei sich. Das neue Zuhause ist voller Kisten, und nachts liegen neue Schatten an der Wand. Nia holt Papa, und gemeinsam öffnen sie den Sternenkarton und schalten das Nachtlicht ein. Am Morgen hängen sie ein Bild vom alten Haus an die neue Wand, eine neue Nachbarin winkt aus dem Innenhof, und die Familie sagt Hallo zum neuen Fenster und zum jungen Baum – genau wie beim Abschied vom alten Haus.
Eine Geschichte über Veränderung, einen vertrauten Gegenstand und das Bitten um Hilfe, mit einem Tschüss und einem Hallo, die einander spiegeln.
Für wen sie gedacht ist
- Familien, die umziehen oder einem Kind nach dem Umzug beim Ankommen helfen.
- Fachkräfte und Lehrkräfte, die ein gerade zugezogenes Kind begrüßen oder zu „Zuhause“ und Veränderungen arbeiten.
- Logopädinnen und Logopäden, die längeres Nacherzählen, Zeitwörter (vorher, während, nachher) oder das Ausdrücken von Bedürfnissen üben.
- Kinder, denen Veränderungen schwerfallen, darunter viele autistische Kinder, die jeden Schritt des Umzugs lieber vorher sehen.
Was ihr damit übt
- Eine lange Geschichte in drei Teilen nacherzählen: Tschüss, eine fremde Nacht, Hallo.
- Zeitwörter: vor, während und nach dem Umzug.
- Einem Gegenstand folgen: Wo ist der Sternenkarton jetzt?
- Ein Bedürfnis ausdrücken: Nia holt Papa und zeigt auf ihr Zimmer.
- Vergleichen: Was ähnelt sich, und was ändert sich zwischen Tschüss und Hallo?
Eine 10-Minuten-Einheit
- Vergleicht zuerst Bild 3 und 12: Tschüss und Hallo. Was ist gleich? Was ist anders?
- Erzählt den Teil „Tschüss“ (Bilder 1 bis 4) und sucht den Sternenkarton in jedem Bild.
- Nimm „Eine fremde Nacht“ dazu (Bilder 5 bis 9). Was hat Nia getan, als sich das Zimmer fremd anfühlte?
- Schließt mit „Hallo“ (Bilder 10 bis 12).
- Sprecht darüber, was hilft: Was könnte einen neuen Ort noch mehr wie ein Zuhause wirken lassen?
Leichter oder schwerer
- Leichter: Nimm die Bilder 2, 6, 9 und 12 für eine kurze Version.
- Schwerer: Erzählt alle zwölf Szenen mit „vor“, „während“ und „nach“ dem Umzug nach.
- Weiterführen: Malt eigene „Tschüss“- und „Hallo“-Bilder für einen Ort, den ihr kennt.
Für zu Hause
Lass das Kind vor einem echten Umzug eine „Erste-Nacht-Kiste“ mit ein paar vertrauten Dingen packen, zum Beispiel dem Lieblingskuscheltier, und öffnet sie gemeinsam bei der Ankunft. Sich an einem neuen Ort unsicher zu fühlen ist häufig; mehr Trost und mehr Zeit sind völlig in Ordnung.
Passt gut zu
- Der erste Tag im neuen Gruppenraum: noch eine Geschichte mit 12 Szenen über das Ankommen an einem neuen Ort.
- Wo ist der zweite Handschuh?: eine Geschichte mit 6 Szenen, in der etwas Wichtiges wiedergefunden wird.
- Bildkarten zum Ordnen nutzen.