Worum es in der Geschichte geht
Ein Zahn-Sticker im Kalender heißt: Heute ist Zahnarzttag. Im Wartezimmer sieht Kai ein Mädchen mit einem Sticker herauskommen. An der Tür zum Behandlungszimmer bleibt er stehen und hält Omas Hand. Der Zahnarzt lässt ihn auf den Knopf drücken, damit der leere Stuhl hochfährt, und alle vereinbaren: Eine erhobene Hand heißt „Stopp“. Kai macht den Mund für den kleinen Spiegel auf, doch der Wassersauger ist laut – also hebt er die Hand, und der Zahnarzt hört auf. Als Kai wieder bereit ist, betrachtet er seine Zähne in einem großen Spiegel, sucht sich eine neue Zahnbürste aus und untersucht zu Hause die Zähne seines Dinosauriers.
Die Geschichte zeigt mehr als die Schritte einer Kontrolle: ein Kind, das erst ausprobiert, ein Signal vereinbart und gehört wird.
Für wen sie gedacht ist
- Eltern, die den ersten Zahnarztbesuch oder einen schwierigen Besuch vorbereiten.
- Autistische Kinder und Kinder mit sensorischer Empfindlichkeit, für die es viel ausmacht, die Schritte zu kennen und ein Stoppsignal zu haben.
- Logopädinnen und Logopäden, die das Bitten um eine Pause, Nacherzählen oder die Reihenfolge eines vertrauten Ereignisses üben.
- Fachkräfte in der Kita mit einem Projekt zu Zahngesundheit oder „Menschen, die uns helfen“.
Was ihr damit übt
- Die Schritte eines Besuchs ordnen: hinkommen, auf dem Stuhl, wieder zu Hause.
- Ein Bedürfnis ausdrücken: ein Stoppsignal nutzen und erleben, dass es respektiert wird.
- Wortschatz: Zahnarzt, Stuhl, aufmachen, Spiegel, Stopp, bereit.
- Ursache und Wirkung: Das Geräusch war laut, deshalb hat Kai die Hand gehoben.
- Nacherzählen mit klarem Anfang, Mitte und Ende.
Eine 10-Minuten-Einheit
- Beginne mit vier Bildern: der Kalender, auf den Stuhlknopf drücken, die Hand heben und der große Spiegel.
- Ordnet sie und sprecht darüber, was zuerst, danach und am Ende passiert.
- Übt gemeinsam das Stoppsignal. Vereinbart eine erhobene Hand, eine Karte, eine Gebärde oder ein Wort, und zeig, dass der Erwachsene aufhört, wenn es benutzt wird.
- Nimm die Stuhlbilder einzeln dazu, wenn das Kind mehr vom Besuch sehen möchte.
- Sprecht darüber, was geholfen hat: den Knopf drücken, das Signal üben, die Sonnenbrille. Was könnte deinem Kind helfen?
Leichter oder schwerer
- Leichter: Nimm nur den Kalender, den Stuhl und das Nachhausekommen.
- Schwerer: Erzählt alle zehn Szenen nach und spielt den Besuch dann mit einem Kuscheltier nach – mit Aufhören und Weitermachen.
- Weiterführen: Sucht Fotos eurer Zahnarztpraxis und ordnet sie den Bildern zu.
Für zu Hause
Schaut euch vor einem echten Besuch Fotos der Praxis an und vereinbart das Stoppsignal vorher mit dem Praxisteam. Vermeide Sätze wie „Es tut nicht weh“ und setze ein Kind nie unter Druck, Schmerzen oder Unbehagen auszuhalten.
Passt gut zu
- Ein ruhigerer Platz: eine Geschichte mit 6 Szenen darüber, zu zeigen, dass ein Geräusch zu viel ist.
- Wenn ich meine Begleitperson nicht mehr sehe: noch eine Schritt-für-Schritt-Geschichte über einen echten Ausflug.
- Bildkarten zum Ordnen nutzen.