Worum es in der Geschichte geht
Vor dem Einkaufen steckt Oma eine Karte in Linas Tasche und zeigt ihr eine Mitarbeiterin mit grüner Schürze. Während Oma Äpfel aussucht, geht Lina zu den bunten Windrädern. Als sie sich umdreht, ist Oma nicht mehr da. Lina bleibt stehen und bleibt, wo sie ist. Sie sieht eine Mitarbeiterin mit grüner Schürze, zeigt ihr die Karte, und die Mitarbeiterin begleitet sie zum Infotresen. Lina wartet, während die Mitarbeiterin telefoniert, und Oma kommt schnell für eine feste Umarmung. Sie bedanken sich, und zu Hause spielt Lina mit ihrem Teddy „Helferin“.
Die Geschichte macht aus einem beängstigenden Moment eine kurze Liste von Schritten, die sich ein Kind merken kann: stehen bleiben, schauen, Mitarbeiterin finden, Karte zeigen, warten.
Für wen sie gedacht ist
- Eltern, die mit ihrem Kind besprechen möchten, was zu tun ist, wenn es an einem vollen Ort verloren geht – ohne ihm Angst zu machen.
- Autistische Kinder und Kinder, denen Sprechen in aufregenden Momenten schwerfällt: Karte und Zeigeschritte brauchen keine Worte.
- Fachkräfte in der Kita, die zu Sicherheit oder „Menschen, die uns helfen“ arbeiten.
- Logopädinnen und Logopäden, die Reihenfolgen, das Bitten um Hilfe oder das Nacherzählen eines Ereignisses in elf Schritten üben.
Was ihr damit übt
- Sicherheitsschritte in der richtigen Reihenfolge: stehen bleiben, schauen, Mitarbeiterin finden, Karte zeigen, warten.
- Helfende erkennen: Was zeigen Schürze und Namensschild der Mitarbeiterin?
- Um Hilfe bitten: eine Karte zeigen, zeigen oder sprechen.
- Wortschatz: stehen bleiben, schauen, Mitarbeiterin, Karte, warten, gefunden.
- Über Gefühle sprechen, die sich verändern: Aufregung, Warten, Erleichterung.
Eine 10-Minuten-Einheit
- Beginne mit vier Bildern: Oma ist weg, stehen bleiben, die Karte zeigen und das Wiedersehen.
- Benenne jeden Schritt, während du zeigst: „Ich bleibe stehen. Ich schaue. Ich suche eine Mitarbeiterin. Ich zeige meine Karte. Ich warte.“
- Nimm die Hilfe-Bilder dazu (die Mitarbeiterin sehen, zum Tresen gehen, sitzend warten), um jeden Schritt genauer zu zeigen.
- Fragt, warum Stehenbleiben es anderen leichter macht, dich zu finden.
- Sprecht über die Gefühle auf Bild 3, 8 und 9. Es kann mehr als eine Antwort geben.
Leichter oder schwerer
- Leichter: Nimm nur drei Bilder: Oma ist weg, die Karte zeigen und die Umarmung.
- Schwerer: Erzählt alle elf Szenen nach, bastelt dann gemeinsam einen Schrittestreifen und übt ihn mit einem Kuscheltier im Kaufladen.
- Weiterführen: Sucht in einem echten Supermarkt gemeinsam das Personal und den Infotresen.
Für zu Hause
Vereinbart euren Familienplan für volle Orte: Wer kann dort helfen, wo wird gewartet und was steht auf der Karte des Kindes? Übt ihn ruhig und vermeidet beängstigende Botschaften über Fremde.
Passt gut zu
- Der Zahnarztbesuch: noch eine Schritt-für-Schritt-Geschichte über einen echten Ausflug.
- Das Büchereibuch: eine Geschichte mit 6 Szenen über das Bitten um Hilfe beim Personal.
- Bildkarten zum Ordnen nutzen.